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Beschreibung
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Zeitreise in die Welt des Glaubens, der Hoffnung, der Liebe und des Hochmuts - ein Drama der Meisterklasse
Datum:26.07.2007 - Rating: 5/5.
Aprilabend 1938 in Wien: Freud begegnet Gott. Und um es salopp zu formulieren: Sie liefern sich einen disgruenten verbalen Schlagabtausch; über das Leben, den Glauben und des Hochmuts der Menschen.
Den äußeren Rahmen des Dramas, der Interaktion Freud ./. Gott, bildet Freud's Arbeitszimmer und die angespannte Atmosphäre Wiens während der Besetzung Österreichs durch die Hitlerarmee, die Schmitt realitätsnah nachzeichnet. Ihm gelingt es wie immer fabelhaft, Zeit & Raum für den Leser spürbar zu machen.
Im teilweise kontroversen Dialog unterhalten sich Gott und Freud über den Glauben und die Hoffnung, über den Verstand und den Hochmut, über das Leben und den Tod - der Menschen allgemein und über Freud's verlorenen Glauben im besonderen.
Schmitt spickt den Akt mit einer Brise Situationskomik, denn Freud beginnt stellenweise an sich selbst zu zweifeln, da es ihm zu suspekt erscheint, dass gerade ihm - dem Atheisten vor dem Herrn (welch Wortwitz!) - Gott begegnet. Und das kleine Verwirrspiel, indem ein Patient, ein Mythomane, aus dem Irrenhaus entlaufen ist und sich als Goethe oder Gott ausgibt, macht Freud's Zweifel (an sich selbst und an Gott) perfekt.
Die Nebenhandlung besteht aus der liebevollen Konversation zwischen Anna und ihrem Vater, in der es subliminal um die Liebe und der Angst vor dem Tod geht, da Freud's Mundhöhle zu dem Zeitpunkt bereits vom Krebs zerfressen ist und sie zwischenzeitlich von den Nazis zum Verhör geholt wird.
Ein höchst tiefsinniges, kurzweiliges Stück, das dem Drama alle Ehre macht. Ernsthaftigkeit und Beklemmung wechseln sich darin genauso ab wie Humor und Galgenhumor. Glauben oder Nicht-Glauben, das ist hier die Frage!
Wieder ein klassischer Schmitt! Nur dieser hier regt dazu an, das Gelesene auch unbedingt auf der Bühne sehen zu wollen!
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Will ich sehen - auf der Bühne.
Datum:10.07.2007 - Rating: 5/5Auch dies ist wieder ein Werk voller situativem und sprachlichen Witz, das dabei aber auch sehr bedenkenswert ist. Wie in "Oscar und die Dame in Rosa", "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" und auch "Das Kind von Noah" wird auch in diesem etwas älteren Drama wieder eine Ideologie gegen die andere gestellt. Dabei erscheint Freud immer mehr wie ein Hiob, der sich nicht so leicht überzeugen lassen will, wie sein biblisches Vorbild.
Sehr gut
Datum:13.11.2005 - Rating: 5/5Sigmund Freud bekommt am Tag vor seiner Ausreise nach Amerika Besuch von Gott (an den er nicht glaubt) und unterhält sich mit ihm. Sehr klug, sehr amüsant. Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen.
Der Besucher - in Geist und Herz
Datum:04.03.2004 - Rating: 5/5Ich habe selten ein Buch gelesen, welches mit solcher philosphischen Intelligenz geschrieben und doch gleichzeitig so menschlich, so einfühlsam, so emotional ist. Ist doch allein schon die Idee eines Gespräches zwischen Freud und Gott (?) höchst amüsant und spannend, ist die Umsetzung nicht nur einfach hervor-, sondern in jedem Sinne herausragend. Ein Buch, das man immer wieder lesen und mit Sicherheit oft verschenken wird - an jene, die des Nachdenkens und Fühlens mächtig sind.
genial, spannend, intelligent
Datum:07.12.2003 - Rating: 5/5Philosophie zum "einfach runterlesen".
Freuds Atheismus zum Nachfühlen. Ein spannender Dialog zwischen einem Besucher(Gott?) und Freud, wobei dem Leser die philosophischen Abschnitte durch die Rahmenhandlung in kleinen wohl dosierten Happen dargeboten werden.
Man darf als Leser schließlich selbst wählen, gibt es diesen Gott wirklich oder ist es nur die innere Sehnsucht die einen manchmal zweifeln lässt.
